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SUMMARY:Schumann Plus VIII
DESCRIPTION:<p>Robert Schumann Fugen über BACH aus op. 60<br />Kanonische 
 Studien op. 56 (arr. Claude Debussy)<br />Ignaz Moscheles Sonate op. 121<b
 r />Johannes Brahms Schumann-Variationen op. 23</p>\n<p>Klavierduo Soós-
 Haag</p>\n<p> </p>\n<p><strong>Mit 20 Fingern</strong></p>\n<p>Zum Abs
 chluss der Schumann-Plus-Konzerte 2026 lädt das Robert-Schumann-Haus Zwic
 kau am Sonntag\, 8. November 2026\, 17 Uhr\, in seinen Konzertsaal. Das Kl
 avierduo Soós-Haag reist aus der Schweiz mit Werken zu vier Händen und a
 n zwei Flügeln von Robert Schumann\, Ignaz Moscheles und Johannes Brahms 
 nach Zwickau.</p>\n<p>Um sich intensiver mit dem Orgelwerk Johann Sebasti
 an Bachs auseinandersetzen zu können\, lieh sich Robert Schumann in Dresd
 en einen Pedalflügel aus. Schumanns Begeisterung für dieses besondere In
 strument schlug sich in mehreren Werken für dieses neuartige Instrument n
 ieder. In der Dauerausstellung des Robert-Schumann-Hauses ist ein solches 
 Instrument zu sehen\, das im Übrigen heute weitgehend in Vergessenheit ge
 raten ist. Schumann schrieb dafür seine Kanonischen Studien op. 56\, die 
 er seinem ersten Zwickauer Klavierlehrer widmete. Sie erklingen im Konzert
  in einer Fassung für zwei Klaviere von Claude Debussy. Johann Sebastian 
 Bach selbst begründete die musikalische Tradition\, die Tonfolge der Buch
 staben seines Namens B-A-C-H musikalisch zu verarbeiten\; zahlreiche Kompo
 nisten folgten seinem Beispiel: Franz Liszt ebenso wie Max Reger oder im 2
 0. Jahrhundert Arthur Honegger. Auch Robert Schumann reiht sich in die Lis
 te mit seinen Fugen über den Namen BACH op. 60 ein\, die er original für
  Orgel oder Pedalflügel komponierte und die im Konzert in einer Fassung f
 ür Klavier zu vier Händen erklingen werden.</p>\n<p>Ignaz Moscheles\, 1
 794 in Prag geboren\, steht als Bindeglied zwischen Klassik und Romantik. 
 Seine musikalische Ausbildung erhielt er am Prager Konservatorium und\, be
 sonders prägend\, in Wien. Schnell konnte er sich als Pianist einen Namen
  machen und schloss Bekanntschaft mit namhaften Zeitgenossen\, darunter Cl
 ementi\, Meyerbeer\, Spohr und vor allen Dingen Beethoven. Für Beethoven 
 verfasste er beispielsweise auch den Klavierauszug zur Oper Fidelio. Er ga
 stierte nahezu in allen europäischen Ländern\, so auch in Deutschland\, 
 wo er in Berlin nicht nur Lehrer\, sondern auch Freund des 15-jährigen Fe
 lix Mendelssohn Bartholdy wurde. Dieser war es\, der ihn knapp zwei Jahrze
 hnte später an das neu gegründete Konservatorium nach Leipzig holte\, de
 r Institution\, an der zuvor sowohl Robert als auch Clara Schumann als Leh
 rer gewirkt hatten. Robert Schumann war Moscheles als Achtjähriger erstma
 ls in Karlsbad begegnet\, ein eindrückliches Erlebnis\, dessen er sich au
 ch später gerne erinnerte. Schumann widmete Moscheles 1836 seine Klaviers
 onate Nr. 3 op. 14\, Moscheles widmete Schumann 1851 seine Violoncellosona
 te op. 121. Zwei Jahre später brachte Moscheles dieselbe Komposition in e
 iner anderen Fassung „vom Verfasser ... frei bearbeitet“ als Sonate Nr
 . 3 für Klavier zu vier Händen heraus und widmete diese nun Clara Schuma
 nn. Nachdem vor einigen Jahren der Cellist Ramón Jaffé im Robert-Schuman
 n-Haus zum ersten Mal die Cellofassung zu Gehör brachte\, erlebt jetzt di
 e vierhändige Version mit dem Duo Soós-Haag ihre Premiere.</p>\n<p>Den 
 Variationen op. 23 von Johannes Brahms liegt ein Thema Robert Schumanns zu
 grunde\, welches er kurz vor seinem Selbstmordversuch in Düsseldorf im Fe
 bruar 1854 geschrieben hatte. Zusammen mit beratenden Freunden wie Johanne
 s Brahms entschloss sich Clara Schumann\, diese letzte Klavierkomposition 
 Robert Schumanns unter Verschluss zu halten. Sie nahm das Werk deshalb nic
 ht unter die von ihr nach dem Tod Robert Schumanns ab 1856 aus dem Nachlas
 s veröffentlichten Werke auf. Dem Freund Johannes Brahms jedoch genehmigt
 e sie 1862 die Publikation des Themas als Grundlage seiner Variationen\, w
 ollte aber nicht die Jahreszahl 1854 hinzugesetzt haben: „Nun zu den Var
 iationen: daß Du dieselben nicht herausgeben solltest\, ist mir nie einge
 fallen\, nur wegen des Themas war ich uneinig\, finde es aber so einfach\,
  daß Du nur sagtest: Variationen über ein Thema von R. Sch. Kein Datum\,
  nichts weiter\, die Leute brauchen das nicht zu wissen\, wohl aber Deine 
 Variationen zu kennen.“ Johannes Brahms widmete seine Komposition der Sc
 humann-Tochter Julie\, in die er heimlich verliebt war.</p>\n<p> </p>\n
 <p>Seit einem Vierteljahrhundert stehen die Ungarin Adrienne Soós und der
  Schweizer Ivo Haag für das Ausloten der gesamten Breite des Repertoires 
 für Klavierduo. Neben Projekten wie der Gesamtaufführung des vierhändig
 en Klavierwerks von Franz Schubert oder Claude Debussy/Maurice Ravel gräb
 t das Klavierduo auch nach verborgenen Raritäten des 19. und 20. Jahrhund
 erts. </p>\n<p>Ihre Konzerttätigkeit führte sie zum Luzern Festival\, 
 den Haydn-Tagen Eisenstadt\, der Schubertiade Hohenems\, dem Carinthischen
  Sommer\, den Musiktagen Mondsee (künstlerische Leitung: András Schiff)\
 , ans Theater Casino Zug\, zum Festival Klavierissimo in Wetzikon\, den So
 mmets Musicaux in Gstaad\, zur Société de Musique in La Chaux-de-Fonds\,
  der Reihe Kammermusik Bern\, den Ittinger Sonntagskonzerten\, zur Tonhall
 e-Gesellschaft Zürich und vielen mehr. Die Filarmonica Toscanini Parma\, 
 das Berner Symphonieorchester\, das Luzerner Sinfonieorchester\, das Orche
 ster Musikkollegium Winterthur\, das Sinfonieorchester St. Gallen\, das Z
 ürcher Kammerorchester\, die Camerata Bern\, die Camerata Zürich und vie
 le andere laden sie als Solisten ein\, wo sie mit Dirigenten wie Mario Ven
 zago\, Jac van Steen\, Peter Hirsch u. v. a. zusammenarbeiten.</p>
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